Anschlag auf die Geldtaschen der Pendler
Arbeiterkammer protestiert gegen die ĂŒberfallsartige Vorgangsweise und durch nichts gerechtfertigte Preissteigerungen. Jahres- und Monatskartenbesitzer besonders betroffen â Je nach Strecke bis zu 8,8 Prozent!
Neuerlicher Anschlag auf die Geldtaschen der Arbeitnehmer und Pendler in Tirol. Mit 1. Februar 2011 werden die Tarife im öffentlichen Verkehr in Tirol wieder angehoben. Die Monats- und Jahreskarten des VVT werden um durchschnittlich 4 % teurer, Einzelkarten und Tagestickets kosten ab nÀchster Woche um durchschnittlich 3,8 % mehr.
Allerdings ist die Erhöhung nicht auf allen Strecken gleichmĂ€Ăig. Gerade fĂŒr Kurzstrecken werden die Tickets um ĂŒber 6 % angehoben.
Im Falle einer Jahreskarte fĂŒr die Strecke Innsbruck-Völs (2 Zonen) sind es sogar 8,8 %, fĂŒr Innsbruck-Hall (3 Zonen) sind es 7,5 %. Auf diesen Kurzstrecken, wo besonders viele pendeln, wird also besonders abkassiert. Diese ungleiche und fĂŒr manche Strecken ĂŒbermĂ€Ăige Erhöhung ist fĂŒr die AK Tirol inakzeptabelâ, protestiert AK-PrĂ€sident Erwin Zangerl gegen diese ĂŒberfallsartige Vorgangsweise.
BegrĂŒndet wird die Anhebung mit steigenden Ausgaben bei Energie, Diesel und Personal. Die Inflationsrate lag im Jahr 2010 aber bei 1,9 %. Warum die Steigerung der Tarife des VVT aber so deutlich ĂŒber der Inflationsrate liegt, ist nicht nachvollziehbar. Das Angebot wurde jedenfalls mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2010 dank besserer AnschlĂŒsse verbessert. Diese Verbesserungen verursachen aber keine Mehrkosten, da die Zahl an Bus- und Zugverbindungen insgesamt praktisch unverĂ€ndert blieb.
Diese Preiserhöhung ist kein Signal, um neue FahrgĂ€ste fĂŒr den Ăffentlichen Verkehr zu gewinnen. Und auch bei der heurigen Tariferhöhung fĂ€llt auf, dass die Jahres- und Monatskarten nicht nur absolut gesehen, sondern auch prozentuell gesehen am stĂ€rksten angehoben werden. Das war bereits bei den Erhöhungen 2009 und 2010 der Fall. Somit geht diese Tariferhöhung wieder in erster Linie zu Lasten der Pendler, die tĂ€glich Bus und Bahn verwenden. âBesonders deutlich wird der Vergleich zu den Tarifen von 2007: Die Jahreskarten sind nun bis zu 15 % teurer als noch vor vier Jahren! Es kann nicht sein, dass jedes Jahr ausgerechnet jene am stĂ€rksten zur Kasse gebeten werden, die regelmĂ€Ăig mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahrenâ, so der AK-PrĂ€sident. Somit wird einmal mehr offensichtlich, wie dringend und notwendig die schon seit Langem angekĂŒndigte Tarifreform ist. Die AK Tirol fordert deshalb ein Tarifmodell, das den Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel gerade fĂŒr Pendler attraktiv macht. Dies ist derzeit nĂ€mlich nicht der Fall.
Wie auch in den vergangenen Jahren wird die Erhöhung wenige Tage vor Inkrafttreten der neuen Tarife bekannt gegeben. WĂ€hrend es bei anderen VerkehrsverbĂŒnden und in anderen LĂ€ndern ĂŒblich ist, bereits Monate vorher die Tariferhöhung anzukĂŒndigen, wartet der VVT bis eine Woche vor Inkrafttreten, um die Steigerung bekanntzugeben. Es entsteht der Eindruck, dass Kunden bewusst vor vollendete Tatsachen gestellt werden, um jegliche Diskussion zu unterbinden. Dies entspricht aber nicht einer kundenorientierten Kommunikation. Die AK Tirol fordert daher, dass auch der VVT die Tariferhöhungen frĂŒhzeitig â mindestens sechs Wochen vor Inkrafttreten â ĂŒber die Erhöhung zu informieren hat, wie dies auch bei vergleichbaren Tarifen in anderen Sparten getan wird.
Mit dieser Erhöhung wird auch die Reform der Pendlerförderung des Landes Tirol dringlicher denn je. Die AK Tirol kritisiert seit ihrer EinfĂŒhrung, dass die Bindung dieser Förderung am Erhalt des Pendlerpauschales ungerecht ist. Damit wird nĂ€mlich nur die LĂ€nge der Wegstrecke, nicht aber beispielsweise das Einkommen berĂŒcksichtigt. In Hinblick darauf, dass gerade wieder Kurzstrecken bis 20 km ĂŒberdurchschnittlich teurer werden, ist eine Ănderung der Pendlerförderung ĂŒberfĂ€llig.
Neue AK-Studie: “Ganztagsschule konkret”
Die Studie âGanztagsschule konkret” liefert eine Reihe wertvoller Erkenntnisse, wie die Nachmittagsbetreuung in Tirol angenommen wird, was bereits gut funktioniert und was verbesserbar ist.
Positives Zwischenergebnis
Die Nachmittagsbetreuung befindet sich in einer Aufbauphase und es ist ein erklÀrtes bildungs- und familienpolitisches Ziel, auf Bundes-, Landes- und Gemeindeebene, den Ausbau fortzusetzen. Was diesen Ausbau hemmt und was ihn fördert, kommt mit dieser Untersuchung erstmals klar ans Tageslicht.
Insgesamt herrscht ein hohes AusmaĂ an Zufriedenheit mit dem Angebot und es ist erfreulich festzustellen, dass im Urteil der damit am besten vertrauten Leiterinnen und Leiter der Nachmittagsbetreuung die Akzeptanz bei den Gemeinden als Schulerhalter und bei den Eltern am höchsten eingestuft wird. Dass diese Akzeptanz bei den Kindern und bei den Kollegen, d.h. den Lehrerinnen und Lehrern sowie den KindergĂ€rtnern bzw. dem Personal in den Horten deutlich geringer ausfĂ€llt, hat spezifische GrĂŒnde, die sich beseitigen lassen.
Erfreulich sind auch die Motive der Eltern, ihr Kind in eine Nachmittagsbetreuung zu geben. Es geht ihnen nicht nur um die Betreuung aufgrund von BerufstÀtigkeit, sondern der Erwerb sozialer Kompetenzen und die Lernförderung nehmen einen sehr hohen Stellenwert ein!
Auch die Erwartungen, die in die Nachmittagsbetreuung gesetzt werden, werden in hohem AusmaĂ erfĂŒllt. Bei den Eltern sind dies vor allem das Vorhandensein eines geschulten Betreuungspersonals und die Förderung sozialer Kompetenzen der Kinder in der Gruppe.
Weniger positiv sind einige Detailergebnisse zu bewerten.
Forderungen der AK Tirol zur Verbesserung der Nachmittagsbetreuung in Kurzfassung
1. Vollwertige Bezahlung aller Stunden fĂŒr die LehrerInnen und das gesamte pĂ€dagogische Personal in der Nachmittagsbetreuung und mehr Augenmerk in Ausbildung und Umsetzung auf die individuelle Förderung.
2. Unsere Schulen mĂŒssen rĂ€umlich fit fĂŒr den Ganztagesbetrieb gemacht und das Essen muss besser werden.
3. Ausweitung der Ăffnungszeiten unter Bedachtnahme auf die Kosten und die Interessen der Kinder und mehr FlexibilitĂ€t bei den Abholzeiten, die sich aber den pĂ€dagogischen Konzepten unterzuordnen hat.
4. Mehr Angebote im musischen Bereich und mehr Zusammenarbeit mit auĂerschulischen Partnern wie Sport- und Kulturvereinen.
5. Senkung der ElternbeitrĂ€ge fĂŒr die Nachmittagsbetreuung durch eine Umverteilung der Mittel zugunsten von Sachleistungen und Abschaffung der auf die Gebietskörperschaften verteilten Finanzverantwortung.
6. Weiterer Ausbau der Nachmittagsbetreuung mit klaren Zielvorgaben und neben der Nachmittagsbetreuung soll es auch ganztÀgige Schulen mit verschrÀnkter Abfolge des Unterrichts- und des Betreuungsteiles im Sinne echter Ganztagsschulen geben. Bestehende rechtliche Hindernisse sind abzubauen.
Gleitend in die Pension
Arbeitsrechtsexperte und Bezirkskammerleiter von Landeck, Mag. Peter Comina referierte in der Bezirkskammer Imst vor einem bis auf den letzten Platz gefĂŒllten Saal, sowie in Anwesenheit von VPrĂ€. Reinhold Winkler, den KammerrĂ€tinnen Daniela Holaus, Edith Stimpfl, Beate Flunger, Nadja Hackl und GemeinderĂ€tin Barbara Gstrein ĂŒber die gesetzlichen Bestimmungen, die Anspruchsvoraus-setzungen sowie die verschiedenen Möglichkeiten der Inanspruchnahme von Altersteilzeit.
Die Altersteilzeit ermöglicht Ă€lteren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, in den letzten Jahren vor der Pension weniger zu arbeiten – ohne allzu groĂe finanzielle EinbuĂen und ohne BeeintrĂ€chtigung der jeweiligen Pensions- und AbfertigungsansprĂŒche.
Voraussetzung ist unter anderem, dass die Arbeitszeit auf 40 – 60% der Normalarbeitszeit verringert wird und der Arbeitgeber dem/r Arbeitnehmer/in einen Lohnausgleich in Höhe der HĂ€lfte des Entgeltverlustes erstattet. Als Basis fĂŒr die Berechnung des Lohnausgleichs gilt der Durchschnittsverdienst des letzten Jahres vor Beginn der Altersteilzeit.
Zu beachten gilt weiters, dass Frauen mit dem vollendeten 53. Lebensjahr und MÀnner mit dem vollendeten 58. Lebensjahr in die geförderte Altersteilzeit gehen können.
 NÀhere Informationen zur Altersteilzeit
Seitenblicke:
Vortrag Altersteilzeit
Seit dem 01.01.2000 gibt es in Ăsterreich die Möglichkeit fĂŒr Ă€ltere Arbeitnehmer, Altersteilzeit in Anspruch zu nehmen und so bereits vor Pensionsantritt beruflich etwas kĂŒrzer zu treten. ArbeitnehmerInnen können ihre Arbeitszeit um 40 bis 60% verringern und erhalten trotzdem  zwischen 70 und 80% des bisherigen Einkommens. Die Sozialversicherungsanteile fĂŒr Kranken-, Pensions- und Arbeitslosenversicherung werden in der bisherigen Höhe (max. bis zur geltenden Höchstbeitragsgrundlage) vom Arbeitgeber weiterbezahlt, der fĂŒr seine daraus resultierenden Mehrkosten einen Zuschuss des Arbeitsmarktservice (AMS)erhĂ€lt. Es besteht auch die Möglichkeit, nach Bedarf einmal mehr und einmal weniger zu arbeiten. Entscheidend ist, dass die einmal vereinbarte Verringerung der Arbeitszeit ĂŒber den gesamten Durchrechnungszeitraum eingehalten wird.
AnlĂ€sslich eines Informationsabends zu diesem Thema wurden 38 interessierte Zuhörer vom Leiter der AK-Bezirkskammer Landeck, Mag. Peter Comina, ĂŒber die Grundlagen, Anspruchsvoraussetzungen sowie die verschiedenen Möglichkeiten der Inanspruchnahme von Altersteilzeit informiert. Die Zuhörer waren sehr interessiert und gab es im Anschluss an den Vortrag noch viele ganz spezielle persönliche Fragen zu klĂ€ren.
Erleichterung bei der Wohnbauförderung ein erster Schritt
AK-PrĂ€sident Erwin Zangerl begrĂŒĂt die AnkĂŒndigung von Wohnbaulandesrat LHStv. Hannes Gschwentner, wonach die RĂŒckzahlungskonditionen der Wohnbauförderungsdarlehen ĂŒberarbeitet werden sollen. Die AK hatte in den letzten Monaten mehrfach darauf hingewiesen, dass es vor allem bei den VertrĂ€gen nach dem TWG 1991 und den weiteren VertrĂ€gen der zweiten, dritten und vierten Generation zu problematischen ZinssprĂŒngen kommt, wodurch Darlehensbezieher schlagartig ĂŒberdurchschnittlich hohe Belastungen zu verkraften haben.
Zangerl: âDurch die VerlĂ€ngerung der Laufzeit bei diesen Darlehen darf es aber nicht dazu kommen, dass die Darlehensbezieher in Summe gesehen dann eine höhere RĂŒckzahlung zu leisten haben.
Wenn der Wohnbaulandesrat bedauert, dass dadurch das Land das Wohnbaugeld spĂ€ter wieder zurĂŒckbekommt, dann erinnere ich ihn an unseren Vorschlag, endlich dem Beispiel anderer BundeslĂ€nder zu folgen und die vorzeitig begĂŒnstigte RĂŒckzahlung von Wohnbaudarlehen zu ermöglichen. Diese Möglichkeit sollte allen geboten werden und wĂŒrde wegen des derzeit niedrigen Zinsniveaus besonderen Sinn machenâ, so der Tiroler AK PrĂ€sident. Zangerl bezieht sich auch auf einen diesbezĂŒglichen einstimmigen Antrag in der AK-Vollversammlung, der an das Land ergangen ist. Derzeit sind rund zwei Milliarden Euro des Landes an Wohnbauförderungsdarlehen vergeben. Geld, das man jetzt gut brauchen könnte.
Zangerl: âVom Angebot einer vorzeitigen RĂŒckzahlung wĂŒrden beide Seiten profitieren. Die Darlehenswerber mit einer begĂŒnstigten RĂŒckzahlungssumme und das Land bekĂ€me langfristig gebundene Gelder herein. Diese dringend benötigten Budgetmittel könnten gerade jetzt fĂŒr dringende soziale oder wirtschaftsbelebende MaĂnahmen verwendet werden.
AK-Jubilarfeiern in der Messe Halle Innsbruck
Am Samstag, 15. JĂ€nner und Samstag, 22. JĂ€nner  am Vormittag und Abend lud die AK Arbeitsjubilare vonden Bezirken  KitzbĂŒhel, Imst, Landeck, Kufstein, Schwaz, Innsbruck Land und Innsbruck einer Feier mit tollen Musikhighlights ein.
Mit dabei u. a. Simone, Gilbert, Jazz Gitti und ABBAriginals, die Freddy Pfister Band, Die Jungen Zillertaler, Andreas Gabalier.
Am 22. JĂ€nner lud die AK Arbeitsjubilare aus den Bezirken Kufstein, Schwaz und Innsbruck zu einer Feier mit tollen Musikhighlights ein.
Mit dabei u.a. Simone, Jazz Gitti, die Jungen Zillertaler und Andreas Gabalier
Seitenblicke KitzbĂŒhel, Landeck und Imst
Seitenblicke Kufstein und Schwaz
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Welcher Lehrplatz ist der richtige?
| 9. Februar 2011 | ||
| 18:30 |
Die Wahl des Lehrberufes und des Lehrbetriebes sind oft eine groĂe Herausforderung.
FĂŒr Jugendliche und Eltern gibtâs Hilfe beim kostenlosen AK-Infoabend âWelcher Lehrplatz ist der richtige?â am 9. Februar um 18.30 Uhr in der AK in Innsbruck (anmelden unter 0800/22 55 22-1566 oder jugend@ak-tirol.com).
AK-Experten sowie Ausbilder aus der Praxis geben Tipps zur Lehrplatzsuche. Danach kann man sich ĂŒber die Lehrberufe der Sparten BĂŒro, Gastronomie/Hotellerie, Metall-Elektronik, Handel, Bau-/Baunebengewerbe und zu Lehre und Matura informieren.
Vortrag Altersteilzeit
| 3. Februar 2011 | ||
| 19:00 |
Am 3. Feber startet die AK-Reutte mit dem Vortrag âAltersteilzeitâ ins Veranstaltungsjahr 2011. Es findet dann bis zum Sommer monatlich mind. 1 Veranstaltung statt.
Trotz sechs Monate ohne Lohn kein Austritt
Zwei angestellte BĂ€cker einer BĂ€ckerei aus dem Lechtal haben bei mir vorgesprochen. Sie haben beide seit ca. 6 Monaten keinen Lohn erhalten. Trotz Intervention hat der Arbeitgeber nur einem Mitarbeiter zwei Monatslöhne ĂŒberwiesen, der Rest ist noch ausstĂ€ndig. Nun wurde die Sache unserem Anwalt Dr. Forcher-Mayr zur Einbringung ĂŒbergeben.Erstaunlich ist, dass beide Arbeitnehmer noch nicht vorzeitig ausgetreten sind, da sie im Ort wohnen und keinen vergleichbar nahen, neuen Arbeitsplatz in Aussicht haben.
Das nennt man LoyalitĂ€t dem Arbeitgeber gegenĂŒber !!!!!!
79.000 Euro in einem einzigen Rechtsfall erkÀmpft
Es ist fĂŒr manche Chefs selbstverstĂ€ndlich, dass ein BeschĂ€ftigter gesund ist und ĂŒberdurchschnittliche Leistung erbringt. Aber wehe, er wird krank. Da ist dann jedes noch so miese Mittel recht, um ihn loszuwerden. So geschehen in einem OberlĂ€nder Hotel.
Herr M. war 22 Jahre lang als Hoteldirektor tĂ€tig und eine StĂŒtze der Firma. Seine Aufgabengebiete wurden stĂ€ndig erweitert, weitere Hotelbetriebe zugekauft. Er war fĂŒr die Umbauten ebenso zustĂ€ndig, wie fĂŒr den reibungslosen Betrieb. Die Folge seines ĂŒberdurchschnittlichen Engagements: Er wurde ernsthaft krank und war drei Monate arbeitsunfĂ€hig. Doch auch im Krankenstand musste der Hoteldirektor, unter diversen Vorhaltungen des geschĂ€ftsfĂŒhrenden Gesellschafters, Arbeitsleistungen verrichten. Nicht zuletzt deshalb erlitt Herr M Mitte Dezember einen Herzinfarkt. Ein Monat spĂ€ter wurde sein DienstverhĂ€ltnis fĂŒr beendet erklĂ€rt, die SchlĂŒssel seien auszuhĂ€ndigen und die Dienstwohnung zu rĂ€umen.
Herr M. suchte sofort Hilfe bei den Experten der AK Bezirkskammer Imst. Hier wurden sofort sĂ€mtliche EntgeltsansprĂŒche auf laufende Zahlungen als auch auf die gesetzliche Abfertigung geltend gemacht. Es wurde eine Arbeits- und EntgeltsbestĂ€tigung eingefordert, damit Krankengeld verrechnet und ausbezahlt werden kann. Doch der Arbeitgeber setzte seine Schikanen fort und enthielt dem Betroffenen das Entgelt vor. Er wies sogar die fĂŒr die Lohnabrechnung beauftragte Steuerberatungskanzlei an, die Ausfertigung entsprechender Unterlagen zu verzögern.
Die AK-Juristen drohten dem Steuerberater mit Klage. Inzwischen belief sich die fÀllige, aber vom Arbeitgeber noch immer nicht bezahlte Summe bereits auf knapp 70.000 Euro! Das Maà war voll, als die Gesellschaft einen Anwalt einschaltete und dieser noch dreiste Gegenforderungen einwandte. Die AK reichte Klage am Arbeits- und Sozialgericht ein und bekam vollinhaltlich Recht.
Geld ist nicht alles und die erlittenen KrĂ€nkungen sind fĂŒr den Betroffenen nur schwer zu verwinden. Zumindest konnte die Arbeiterkammer dem Arbeitnehmer die finanziellen Sorgen nehmen und nach fast zweijĂ€hriger Verfahrensdauer (!) fĂŒr den Betroffenen mehr als 79.000 Euro erkĂ€mpfen.






