AK Tirol erwartet bei Energiegewinnspiel Ă–sterreich dreiste Verkaufsveranstaltung statt Gewinn

Aufgrund gehäufter Anfragen und Beschwerden  bei den AK-Konsumentenschützern ist festzustellen, dass derzeit offenbar wieder zahlreiche Verkaufskeiler versuchen, mit unseriösen und rechtlich unzulässigen Methoden Geschäfte zu machen und „ihr Unwesen treiben“. Zu den nicht seriösen Praktiken gehört auch ein „Energiegewinnspiel Österreich“, bei dem angeblich Preise wie ein Mercedes E-Klasse, Bargeld in Höhe von 7500 Euro, ein Jahr Strom-und Gasversorgung, weitere Wert- & Sachpreise sowie Urlaubsreisen zu gewinnen wären. Die ersten 100 Einsender würden noch dazu ein E-Fahrrad im Wert von 1.499 Euro erhalten.

Zahlreiche Tiroler Konsumenten, die bei diesem „GroĂźen Preisrätsel 2011“ teilgenommen und einfache Fragen beantwortet und damit das Lösungswort „Energie“ herausgefunden haben, erhalten dieser Tage die Mitteilung, dass sie angeblich den 2. Preis (7.500 Euro in bar) gewonnen hätten, der – wie nicht anders zu erwarten – im Rahmen einer festlichen Veranstaltung und „VIP-Show“ ĂĽbergeben werden soll. Absender dieser „freudigen Ăśberraschung“ ist eine Postfachfirma Gewinnzentrale Andreas Hömmen. Besonders dreist dabei ist, dass bei dem „Gewinnspiel“ auch mit den Sorgen der Konsumenten ĂĽber die aktuell hohen Energiepreise gespielt wird und versprochen wird, dass sich ein „Verband fĂĽr Energiefragen“ bei der Politik fĂĽr eine Senkung der Energiekosten einsetzen wird. Einen solchen Verband gibt es freilich gar nicht und die diesbezĂĽglichen versprechen sind somit alle frei erfunden.

Wie bei derartigen Mitteilungen üblich, ist natürlich nicht das große Geld oder andere wertvolle Preise sondern eine dreiste Verkaufsveranstaltung zu erwarten, bei der teure und vielfach unnütze Produkte präsentiert und zum Verkauf angeboten werden. Der Ratschlag der AK-Konsumentenschützer: „ab in den Papierkorb und Hände weg“ davon.

„Arbeiterkammer ist zur Tiroler Lebenskammer geworden“

„Die AK hat sich durch die Regionalisierungsoffensive in den Bezirken zu einer echten Lebenskammer entwickelt“, zieht AK-Präsident Erwin Zangerl bei der 158. Vollersammlung Bilanz: „Wir sind dorthin gegangen, wo die Menschen zu Hause sind, wo sie ihre Sorgen haben und wo wir ihnen am schnellsten helfen können und dort, wo der Schutz besonders wichtig ist. Mit unseren Bezirkskammern haben wir jetzt Schutzhäuser in allen Teilen Tirols.“

Unsere räumlichen und personellen Erweiterungen sind vor allem den AK-Mitgliedern in den Tiroler Bezirken zu Gute gekommen. Die Beratungszahlen im Jahr 2010 sind enorm: Fast 50 Prozent aller Ratsuchenden kontaktierten bereits eine der acht AK Bezirkskammern: Die AK´s in Lienz, Kitzbühel, Kufstein, Schwaz, Telfs, Imst, Landeck und Reutte wurden insgesamt 122.000mal kontaktiert! 33.500 AK-Mitglieder kamen persönlich, 86.000 wandten sich telefonisch und 3.000 schriftlich an die Expertinnen und Experten. Insgesamt – also inklusive der Innsbrucker AK-Zentrale gab es 310.00 Beratungen, wobei 18 Millionen Euro für die AK-Mitglieder erkämpft wurden. 

Neben dem Arbeitsrecht gab es bei der Konsumentenberatung den stärksten Anstieg: Handy, Internetfallen, mobile Downloadüberschreitungen aber auch Steuerrecht, Mutterschutz und Karenz sowie Pensionsfragen beschäftigten die Arbeitnehmer in den Bezirken.

Zangerl: „Wir haben auch mit unseren AK-Veranstaltungen vor Ort sensationelle Resonanz erzielt: Ob Infoabende zu Safer Internet, gesunden Lebensmittel. Urlaubsrecht, Grenzgänger, Steuerspartage, Bildungsberatung, Erben, Vernissagen, Kunstmarkt, Lesungen, oder die Betreuung der Betriebsräte. Zu insgesamt 83 Veranstaltungen kamen rund 6.400 Besucher.

Dazu haben wir mit dem AK-Unterstützungsfonds ein ideales Instrument, um in Not geratenen Arbeitnehmern und ihren Familien rasch und unbürokratisch zu helfen. Auch hier werden wir ab sofort in den Bezirken tätig werden, um betroffenen AK-Mitglieder Schutz und Hilfe anzubieten“, so der AK-Präsident.

Weitere Infos von der 158. Vollversammlung:

AK Tirol legt Rechnung

Preise explodieren, Löhne stagnieren

Zusammenschluss BFI und Zukunftszentrum

Artikel zur 158. Vollversammlung

Tourismusverband Osttirol wählte erstmals einen Betriebsrat

Die 45 Bediensteten des Tourismusverband Osttirol waren letzten Montag aufgerufen, eine Personalvertretung zu wählen. Unter der Bezeichnung OSTTIROL stellte sich eine einzige Liste der Wahl. Von den 36 abgegebenen Stimmen entfielen 34 auf diese Liste.

Der AK-Referent Meinhard Pargger, der die Wahl begleitete, war von der hohen Wahlbeteiligung angetan: „Das klare Votum für das neue Betriebsratsgremium zeigt von einem sehr geschlossenen Bild, das die Bediensteten im Tourismusverband abgegeben haben.“ Der Betriebsrat hat sich heute konstituiert und hat den 50-jährigen Obertilliacher Hansjörg Schneider zum Vorsitzenden gewählt. Weitere Mitglieder des Betriebsrates sind die 21- jährige Christina Goller aus Tristach und der 50-jährige Prägratner Friedl Steiner. Den neuen Betriebsratsobmann zeichnet eine mehr als 20 jährige touristische Berufserfahrung aus.

Meinhard Pargger, AK Lienz, Betriebsratsobmann Hansjörg Schneider, Christina Goller, Friedl Steiner

Safer Internet

Nach einer Begrüßung durch KR Anton Lenz erläuterte Dr. Christian Schuster von der konsumentenschutzrechtlichen Abteilung der AK Tirol  höchst kompetent und anhand von sehr plakativen und verständlichen Beispielen  u.a. Probleme und Gefahren, die beim Abschluss von Handy-/Internetverträgen bzw bei der Verwendung von Handy und Internet auftreten können. Seine Ausführungen lösten bei den gespannt zuhörenden Teilnehmern immer wieder Staunen, bejahendes Nicken oder ein Kopfschütteln aus. Die rechtlichen Hinweise, wie man mit diesen Problemen umgehen kann bzw wie diese Probleme vermieden werden können (auch was die AK für die Konsumenten durch etliche Gerichtsverfahren bereits erreicht hat!) wurden interessiert aufgenommen.

Sodann erläuterte Herr Thorsten Behrens von der Jugendinfo Tirol ebenfalls höchst professionell mögliche Gefahren von Social Networks, klärte über das Surfverhalten von Kindern und Jugendlichen auf und beschrieb den richtigen Umgang von Erwachsenen mit diesem Thema. Nach den Ausführungen standen Dr. Schuster und Herr Behrens den Teilnehmern noch eine dreiviertel Stunde lang für persönliche Fragen zur Verfügung! Alles in Allem eine sehr gelungene Veranstaltung!

 

Info und Hilfe fĂĽr “Freie”

 Die AK bietet Infos und Hilfe für „Freie“ bei der Abwicklung der Steuererklärung. Ein weiterer Erfolg: Ab sofort steht freien Dienstnehmern auch Bildungskarenz zu.

Gute Nachrichten für freie Dienstnehmer: Auch sie bekommen nun Weiterbildungsgeld, wenn sie in Bildungskarenzgehen wollen und zwar unter den gleichen Voraussetzungen wie Arbeiter und Angestellte. Das entschied der Verfassungsgerichtshof (VfGH) anlässlich einer Musterbeschwerde der Arbeiterkammer. Bisher war freien Dienstnehmern der Zugang zum Weiterbildungsgeld vom Arbeitsmarktservice verwehrt, obwohl sie seit 1. Jänner 2008 in die Arbeitslosenversicherung einbezogen sind und Beiträge leisten. Das Höchstgericht befand nun, dass mit dieser Einschränkung das Recht auf Gleichheit aller Staatsbürger vor dem Gesetz verletzt wird.

Anspruch auf Weiterbildungsgeld für freie Dienstnehmer besteht: Wenn die notwendige Beschäftigungszeit für einen Arbeitslosengeldanspruch vorliegt; nach mindestens sechsmonatiger Beschäftigung als freier Dienstnehmer bei einem Arbeitgeber und Anspruch auf Leistungen aus der Arbeitslosenversicherung; wenn die Bildungskarenz im Ausmaß von mindestens zwei bis maximal 12 Monate vereinbart wurde; wenn der Besuch einer Bildungsmaßnahme von 20 Wochenstunden (bzw. beim Bestehen von Betreuungspflichten für ein Kind bis zum vollendeten 7. Lebensjahr 16 Wochenstunden) nachgewiesen wird.

 Hilfe bei Steuererklärung

Papiertiger hatten nur bis Ende April Zeit dafür, für Internet-Routiniers geht´s noch bis 30. Juni. Spätestens dann aber müssen freie Dienstnehmer ihre Einkommensteuererklärung beim Finanzamt abgeben. Die AK bietet für „Freie“ nun ein neues Service, um die alljährliche Steuererklärung schnell und effizient abwickeln zu können.

Unter www.ak-tirol.com/freiedienstnehmer gibt es für diesen Personenkreis ein Informationspaket zu sozial und steuerrechtlichen Fragen. Freie Dienstnehmer müssen sich um ihre Einkommensteuer selbst kümmern. Neben dem eigentlichen Steuerformular E1 ist die Beilage E1a auszufüllen. Diese Beilage mit den vielen Feldern bereitet den freien Dienstnehmern in der Regel das größere Kopfzerbrechen. Dabei müssen sie nur einige wenige Angaben machen und können viele Bereiche überspringen. Die AK hat deshalb ein Video entwickelt, das freien Dienstnehmern die Sache vereinfacht: Der Film führt durch das umfangreiche Formular E1a, erläutert aber nur jene Passagen, die sicher oder mit hoher Wahrscheinlichkeit zu bearbeiten sind, zum Beispiel: Wo trage ich die Anschaffungskosten für meinen Laptop ein? Wie kann ich meine Porto oder Fahrtspesen abschreiben? Wie mache ich meine Sozialversicherungsbeiträge gewinnmindernd geltend? Neben der Ausfüllhilfe für das Formular E1a gibt es unter www.ak-tirol.com/freiedienstnehmer einen eigenen Servicebereich, wo steuer- und sozialrechtliche Aspekte erörtert werden. Anhand der Zugriffe zeigt sich, wo „Freie“ besonders der Schuh drückt. Großes Informationsbedürfnis besteht bei der Frage, wie sich freie Dienstverträge von Werkverträgen abgrenzen oder wie sich eine Kombination verschiedener Jobs steuerlich und hinsichtlich der Sozialversicherung auswirkt.

„Falsches Spiel am Lebensmittelmarkt: Regionalprodukte statt Kilometerfresser!“

Die Bezirkskammer Schwaz veranstaltete am 13. Mai 2011 um 19.30 Uhr im Rathauskeller Terfens einen Vortrag zum Thema: „Falsches Spiel am Lebensmittelmarkt: Regionalprodukte statt Kilometerfresser!“. Es war ein großer Erfolg!

Als Referenten konnten wir die vom Fernsehen bekannte Ernährungsexpertin Mag. Angelika Kirchmaier und LAbg. KV Fritz Gurgiser gewinnen.

130 Personen nahmen an dieser sehr interessanten Veranstaltung teil. Die Vortragenden referierten sehr lebendig und begeisterten alle Anwesenden mit ihren praktischen und sehr nachvollziehbaren Bespielen. Im Anschluss gab es ein kleines Bauernbuffet mit regionalen Schmankerln und Säften. Gleichzeitig standen die Referenten noch eine lange Zeit für Fragen zur Verfügung,

 Im Vorfeld der oben genannten Veranstaltung besuchten einige Mitglieder unseres Teams, unter der Leitung von unserem „Lokalmatador“ KR Bernhard Höger, Betriebe in den Gemeinden Weer (Industriezone, Derfeser, Greilhuber, Schwaiger, Schmalzerhof…), Pill (Eglo, Mauracher Transporte…), Vomperbach (Troger Holz, Derfeser, Winkler-Kreuter, Kandler..) und Kolsass (Spar, M-Preis, Eisner…), verteilten dort Werbegeschenke und unterhielten sich mit den Mitarbeiter/innen der Betriebe.

Unser AAB/FCG Bezirksteam hat sich bis zur nächsten Wahl zum Ziel gesetzt, jeden Betrieb – wenn möglich – im Bezirk zu besuchen, Werbegeschenke in den Ortschaften, Betrieben zu verteilen und Hilfestellung zu leisten.

Artikel Brennpunkt

Lass dich nicht zur Schnecke machen!

Eine Schnecke steht im Mittelpunkt einer bundesweiten AK Kampagne: Die Kampagne soll einerseits über Arbeitnehmer-Rechte informieren, aber auch Mut machen. Denn wer sich nicht zur Schnecke machen lässt, geht auch mit gestärktem Rücken und mehr Selbstvertrauen durchs Berufsleben: Gerechtigkeit muss sein.

Mehr dazu

AK Imst: “Alles zum Urlaub”

26. Mai 2011
19:00

Urlaub: Jedem gebĂĽhrt er, fast alle glauben darĂĽber Bescheid zu wissen, doch haben Sie wirklich alle notwendigen Informationen darĂĽber?

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Tag der offenen TĂĽr

In der Bezirkskammer KitzbĂĽhel findet am Samstag, 28. Mai, von 10.30 bis 16.30 Uhr, ein Tag der offenen TĂĽr statt.

Alle AK-Mitglieder aus dem Bezirk sind herzlich eingeladen ins Festzelt vor der AK Kitzbühel, Rennfeld 13 zu Musik mit „Rat Pack“, kühlen Getränken, Herzhaftem vom Grill und einem bunten Kindernachmittag. Durch den Tag führt AK-Kammerdiener Viktor „Reindl“ Haid. Vom Parkplatz Pfarrau gibt es einen gratis Shuttle-Bus zur AK Kitzbühel.

AK Reutte: „Alles zum Urlaub“

31. Mai 2011
19:00
Urlaub: Jedem gebĂĽhrt er, fast alle glauben darĂĽber Bescheid zu wissen, doch haben Sie wirklich alle notwendigen Informationen darĂĽber?

Die AK Tirol veranstaltet deshalb den Infoabend „Urlaub“ am Dienstag, 31. Mai, ab 19 Uhr in der AK Reutte. Erfahren Sie vom AK-Experten Mag. Alfred Norkovic das Wichtigste zu Anrechnung von Vordienstzeiten, Berechnung der Urlaubsersatzleistung, Urlaubsanspruch, Urlaubsverfall, Erkrankung im Urlaub, Pflegeurlaub uvm.

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