Der Blick von unten!
100.000 Menschen in Tirol sind von Armut und sozialer Ausgrenzung betroffen. Es darf aber niemand auf der Strecke bleiben! Arbeitsfähige Menschen haben Anspruch auf Arbeit. Arbeitsunfähige haben Anspruch auf Hilfe. Es braucht eine Mindestsicherung, die aus der Armut führt und zum Leben reicht.
Existenzsichernde Mindestlöhne und Sozialleistungen
Ziel ist es, eine Verbesserung der Einkommenssituation für die Tiroler Arbeitnehmer zu erreichen. Der Lohn der Tiroler rangiert immer noch am unteren Ende von Österreich. Besonders betroffen sind allein erziehende Mütter – hier ist die Verarmungsquote sehr hoch. Diese Situation kann verändert werden, etwa durch Kollektivverträge, aber auch durch die Eindämmung der überdurchschnittlichen höheren Lebenshaltungskosten.
Gute soziale Infrastruktur
Leistbare Wohnungen sind in Tirol Mangelware. Deshalb müssen Baulandpreise und Wohnbaukosten in Tirol sinken.
Gemeinden sollten im Zuge der Flächenwidmungen verstärkt Flächen dem sozialen Wohnbau vorbehalten und bei Bedarf einer raschen Verwendung zuführen. Je nach Budgetlage wäre es auch im Interesse der Gemeinden Ermäßigungen bei den Gebühren wie z. B. den Erschließungskosten zu gewähren. Auch bestehende Bausubstanz sollte verstärkt genutzt werden. Damit könnte der Druck auf die Errichtung von Neubauten verringert und die Preisentwicklung in diesem Bereich gedämpft werden. Auch die gemeinnützigen Wohnbauträger sind gefordert, mehr als bisher ihrem gemeinwirtschaftlichen Auftrag nachzukommen und ihre Möglichkeiten auszuschöpfen, um kostengünstige Preis- bzw. Mietzinsbildung zu erwirken. Die öffentliche Hand ist aufgefordert, die Mietzinsbeihilfe in kürzeren Abständen als bisher an die Inflation anzupassen.

