In Tirol gibt es ein festes Netz an Klein- und Mittelbetrieben, welche die Wirtschaftskrise – dank engagierter Mitarbeiter – übertaucht haben. Gerade größere Unternehmen aber, die ihren Erfolg ebenso einer hart arbeitenden Belegschaft verdanken, haben in der Krise rasch Arbeitsplätze abgebaut. Jetzt, wo sich die Auftragsbücher wieder füllen, ist die Krise anscheinend nur für jene vorbei, die am lautesten geschrien haben. Wie sonst ist es zu erklären, dass in vielen Betrieben zwar das Personal fehlt, um alles abzuarbeiten, weniger Leute also mehr machen müssen, jedoch keine neuen Mitarbeiter aufgenommen werden. Zudem werden ehemalige Beschäftigte zu schlechteren Konditionen wieder eingestellt oder Leiharbeiter engagiert. Doch vom Aufschwung müssen alle profitieren, die Unternehmen dürfen sich nicht einfach aus der Verantwortung stehlen. Die Arbeitnehmer  müssen am Wohlstand beteiligt werden, Gewinnwachstum und Lohnentwicklung Hand in Hand gehen.

Parallel dazu ist die Landespolitik gefordert, die Betriebsansiedlung in Tirol zu forcieren, denn das verbessert die Einkommenssituation der Tiroler nachhaltig. Aktives Standortmarketing, Erleichterung der Industrieansiedlung begleitet von adäquaten Löhnen und einer Qualifizierungsoffensive für die Beschäftigten – nur so ist ein nachhaltiger Wirtschaftsaufschwung möglich.