„Bürokratieabbau für Beschäftigte betrifft auch das Land Tirol und muss umgesetzt werden!“

Nach dem Reformpaket, das zu Wochenbeginn den Parlamentsklubs übergeben wurde, folgen nun die Reformvorschläge der AK Tirol an die Tiroler Landesregierung. Denn auch hierzulande gibt es Möglichkeiten, bürokratische Hürden im Sinne der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer abzubauen. „Vor allem in den Bereichen Bildung, Jugend und Soziales gibt es Verbesserungsbedarf rund um den hohen Aufwand bei Antragstellungen“, stellt AK Präsident Erwin Zangerl klar, der sich für den Abbau bürokratischer Hindernisse einsetzt. Denn nicht nur die Wirtschaft darf von einem Bürokratieabbau profitieren – auch die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer müssen berücksichtigt werden, so Zangerl.

Behördliche Vorgänge und gesetzliche Regelungen für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer so einfach und effizient wie möglich zu gestalten – das ist das Anliegen der von der AK Tirol präsentierten Initiative „Bürokratie.Abbau.Jetzt!“. „Und nach dem Forderungspaket an die Bundesregierung ergeht nun der Auftrag an das Land Tirol, im Bereich Bürokratieabbau für Arbeitnehmer:innen tätig zu werden“, so AK Präsident Erwin Zangerl.

Denn auch hier gibt es Regelungen, die überbordend und nicht zielführend sind, vor allem in den Bereichen Bildung, Jugend, Soziales und Energie. „Wir wollen für Vereinfachungen und Entflechtungen sorgen. Gerade im Bereich der Antragstellungen gibt es viele Hürden, die nicht nötig sind, den Beschäftigten jedoch das Leben erschweren. Ich bin zuversichtlich, dass das Land hier auf unsere Vorschläge und Forderungen eingeht“, sagt Zangerl. Immerhin habe auch die schwarz-rote Koalition in Tirol angekündigt, Reformen anzugehen und Bürokratie abzubauen – „die Vorschläge dazu liegen nun auf dem Tisch“, so Zangerl.

AK Reformforderungen an die Tiroler Landeregierung

Reformen im Bereich Bildung

• Fehlende Hilfestellung für Anträge im Bereich der Arbeitsmarktförderung
Forderung an das Land Tirol:
Schaffung einer Ansprechstelle für Hilfestellung und einer Ombudsstelle

• Wiederkehrende Vorlage des Lehrvertrags für die Beantragung der Ausbildungsbeihilfe
Forderung an das Land Tirol:
Schluss mit Mehrfachvorlage: Dokumente, die bereits im System sind, dürfen bei Folgeanträgen nicht wieder verlangt werden

Weiterbildungsbonus Tirol – trotz fristgerechtem Online-Antrag: Ablehnung wegen verspäteter Einbringung des Papierausdrucks
Forderung an das Land Tirol: Fristwahrung durch Onlineantrag muss ausreichen

Reformen im Bereich Jugend

Landesbegabtenförderung von Lehrlingen – nicht leistungsbezogene Stellungnahmen von Betrieben verhindern verdiente Förderungen
Forderung an das Land Tirol: Ausschließlich die Leistung zählt – Verzicht auf Stellungnahme des Betriebes bei der Landesbegabtenförderung

Reformen im Bereich Sozialrecht

Zu hoher Aufwand für Beantragung landes- und bundesbezogener Leistungen
Forderung an das Land Tirol:
Umfassende Etablierung des „One-Stop-Shop“-Prinzips mit persönlicher Beratung für landes- und bundesbezogene Leistungen

Schwierigkeiten und Hürden im Zusammenhang mit dem Projekt „FRIDA“
Forderung an das Land Tirol:
Angebote des „FRIDA“ Projekts sollen auch mittels persönlicher Beratung zugänglich sein. Persönlicher Zugang soll über Gemeinden und Bezirkshauptmannschaften ermöglicht werden.

Reformen im Bereich Energie / Klima / Umwelt

Förderdschungel im Energie-, Sanierungs- und Heizungsbereich entflechten
Forderung an das Land Tirol:
Einrichtung von One-Stop-Shops für Förderungen